Hochwasser

Seit Freitag befand sich die Freiwillige Feuerwehr Mistelbach-Stadt im Dauereinsatz. Das mehrtägige Starkregenereignis führte dazu, dass die Zaya und der Taschelbach gefährlich hoch anstiegen.

Vor allem der Taschelbach im Bereich Paasdorf machte dabei große Sorgen. Der Pegel stieg gefährlich an, sodass mehrere Wohnhäuser von den Wassermassen bedroht waren. Zudem wurde der Damm des Taschelbaches immer mehr in Mitleidenschaft gezogen, sodass von den Einsatzkräften eine Sandsackbarriere für die betroffenen Wohnhäuser errichtet wurde sowie der Damm zusätzlich mit Vlies und Sandsäcken gesichert wurde. Außerdem wurden in Abstimmung zwischen Bezirkshauptmannschaft, der Stadtgemeinde Mistelbach sowie der Freiwilligen Feuerwehr zwei Dammöffnungen durchgeführt, um eine punktuelle Entlastung zu schaffen. Dies gelang auch und im Zusammenspiel mit den anderen Sicherungsmaßnahmen konnte verhindert werden, dass eine Überflutung der bedrohten Wohnhäuser stattfand.

Dank regelmäßig durchgeführter Dammkontrollen durch die Freiwillige Feuerwehr konnte zudem festgestellt werden, dass ein Damm des Taschelbaches unmittelbar vor Paasdorf begann zu brechen.

Im Falle eines Dammbruches hätte dies unmittelbare Auswirkungen auf Paasdorf gehabt. Zudem wäre es zu einer unkontrollierbaren Kettenreaktion am Taschelbach und in weiterer Folge an der Zaya gekommen, welche weitreichende Folgen für Mistelbach, Lanzendorf, Ebendorf und weitere Zaya-Ortschaften gehabt hätte.

Der Damm konnte aber dank schnellem Einsatz gesichert und ein mögliches Unglück verhindert werden.  

Die letzten Tage waren eine Ausnahmesituation für die freiwilligen Helfer der Feuerwehr. Seit Freitag standen sie im Dauereinsatz und es wurden in dieser Zeit ca. 90 Einsätze und Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Hochwasser durchgeführt.

Die Freiwillige Feuerwehr Mistelbach möchte sich nun auch auf diesem Wege bei den Feuerwachen Paasdorf, Ebendorf, Lanzendorf, Frättingsdorf und Hörersdorf sowie bei den Freiwilligen Feuerwehren Eibesthal, Hüttendorf, Kettlasbrunn, Schletz und Olgersdorf für die großartige Zusammenarbeit bedanken! Nur gemeinsam konnte eine Katastrophe verhindert werden.

Ein großer Dank gilt auch den vielen Unterstützern und Firmen, welche die Einsatzkräfte mit Lebensmittel während des Einsatzes versorgten. Allen voran möchten wir die Firma Interspar und die Fleischerei Hiess erwähnen, welche sämtliche Lebensmittel spendeten.

Abschließend möchten wir uns auch noch bei der Stadtgemeinde Mistelbach, allen voran Bürgermeister Erich Stubenvoll, bedanken, mit welcher Hand in Hand gearbeitet und schwierige Entscheidungen getroffen wurden. Viele Gemeindearbeiter machten Extraschichten, um bei der logistischen Abwicklung, im Gemeindekrisenstab oder bei anderen Arbeiten zu unterstützen.

Heute konnte um 20 Uhr die volle Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden. Sämtliche Geräte sind gereinigt und in den Fahrzeugen verstaut.

Zuletzt möchten wir noch Werbung in eigener Sache machen: Kommendes Wochenende findet das (verschobene) Oktoberfest der FF Mistelbach-Stadt in der Katastrophenschutzhalle statt. Besuchen Sie uns Freitag ab 18 Uhr und Samstag ab 17 Uhr und feiern Sie mit uns.

Mehr finden Sie auch in den regionalen Medien unter Katastrophe konnte verhindert werden: Hochwasser: Lage in Mistelbach - Mistelbach (meinbezirk.at)

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